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Bericht zum Styrkeproven 2009 von Willi
Geschrieben von Administrator   
Dienstag, 17. November 2009
Die große Kraftprobe oder
Trondheim - Oslo am 20.06.2009

Es gibt ja sicher kaum einen Jahresrückblick in dem nicht über Trondheim - Oslo geschrieben wird - Dieses Jahr sollte es anders sein? Kein Radsportler aus Buchholz am Start? Das konnte ich doch nicht zulassen.

Nachdem der Saisonauftakt ganz gut lief und ich am ersten Maiwochenende insgesamt so ca. 600 Km problemlos gefahren waren (allerdings auf 3 Tage verteilt). Bimbach lief auch ganz gut; es war ja schon der fünfte Marathon in diesem Jahr… Irgendwann kam dann mal der Gedanke, ich könnte es ja mal probieren in Norwegen. Die schnellen Fahrer waren in Amerika unterwegs, also konnte ich vollkommen unbelastet und ohne irgendeinen Druck an die Umsetzung gehen.

Ich gehörte auch zu denen die gesagt haben “Da muss man ja schon etwas verrückt sein, wenn man 540 Kilometer am Stück fährt und warum sollte man sich so was überhaupt antun?“ Aber man sollte niemals über etwas urteilen, was man selbst nicht gemacht hat. Wie sollte ich vorgehen? Ich entschied mich dafür es nicht vorher groß anzukündigen, sondern es selbst zu organisieren und zu fahren.

Nachdem ich mich am 10.06.02009 online angemeldet und Zug, Flug und Hotel gebucht hatte, erhielt ich abends einen Anruf von Axel Fehlau, der Trondheim Oslo Kapazität in Deutschland. Er hatte von Rolf meine Telefonnummer bekommen. (So viel zum Thema: ich mach’s ganz geheim :-).

Ich hatte mich ja für die Startzeit des Vitargo Teams Germany mit angemeldet 7.00 Uhr da es dort noch freie Plätze gab. Die Startzeit war mir ganz angenehm, da ich mir ein Limit von 24 Stunden gesetzt hatte und dann morgens nach Oslo einrollen wäre ja ganz gut. Das Team war ja dieses Jahr eigentlich keins, weil Axel sich für ein  Norwegisches Team qualifiziert hatte.

Vom 10.06.2009 an blieb mir nicht mehr viel Zeit zum trainieren aber es war zu viel Zeit um zu überlegen was ich da gemacht hatte. Gedanken wie "Du bist ja doch etwas größenwahnsinnig" und so gingen mir schon durch den Kopf. Richtig gut geschlafen habe ich die ersten beiden Nächte nach der Anmeldung auch nicht. Aber dann war’s auch gut. Da musste ich jetzt durch. Ziemlich schnell wurde es Donnerstag und Andrea brachte mich nach Siegburg zum Zug. Es wurde Ernst.

Nachdem ich gut in Oslo gelandet und das Gepäck wieder aufgegeben hatte, ging der Feueralarm los. Das komplette Gebäude wurde evakuiert.  Sollte ich doch besser wieder den nächsten Flieger nach Hause nehmen? Nach einer halben Stunde stellte es sich aber als Fehlalarm heraus und ich konnte die Weiterreise nach Trondheim antreten.

Während des Flugs nach Trondheim war noch recht viel Schnee in den Bergen sehen, und es regnete reichlich. Am Flughafen traf ich dann Roland und Ralf, zu erkennen am Vitargo T-Shirt, die auch etwas Radfahren wollten und diese lange Strecke schon mal bewältigt hatten. Ralf wurde mir mit seiner Antwort auf die Frage nach den angestrebten Zeiten direkt sympathisch: "Hauptsache gesund ankommen." Roland wollte seine Zeit aus dem Vorjahr verbessern. (Es gelang ihm.)

Wir wurden von Axel am Flughafen abgeholt und zum Singsaker-Sommerhotel gebracht wo wir auch unsere Räder in Empfang nahmen. Abends dann noch im Regen durch Trondheim gelaufen und eine Pizza gegessen.

Am nächsten Morgen regnete es immer noch, so dass wir nach dem guten Frühstück im Hotel auf dem Campingplatz anriefen um Axel mitzuteilen, dass wir nicht zur Pastaparty und Teambesprechung dorthin radeln wollten. So kamen also die anderen Teilnehmer gegen 13.30Uhr zum Hotel zur "Teambesprechung". Man wollte versuchen so lange wie möglich zusammen zu bleiben, die Schnelleren wollten sich dann - sobald ein Team an uns vorbei fuhr - an dieses dranhängen um doch eine gute Zeit zu erreichen. Wobei ich mich fragte "Was ist eine gute Zeit?" das ist doch für jeden unterschiedlich. Mir war klar, dass ich keine Zeit unter 16 Stunden fahren würde. Wenn ich mein Ziel unter 24 nah an die 20 Stunden erreichen könnte, wäre das für mich auch eine gute Zeit.

Nachmittags hörte der Regen aber auf und die Sonne kam sogar hervor, wir fuhren mit den Rädern die Startunterlagen abholen (sehr gut organisiert) und anschließend noch ein paar Kilometer durch die Stadt, um einen letzten Test mit den Rädern zu machen. Es funktionierte zum Glück alles.

Einige Teilnehmer „mussten“ noch ihre Reifen abschmirgeln, da sie kurzfristig auf andere Reifen umgestiegen waren wegen der bekannt gewordenen Probleme bei den Schwalbe Ultremo R Reifen. Wäre ja auch schade wenn man wegen schlechten Reifen diesen Marathon abbrechen müsste. Ich hatte hinten auch einen neuen Reifen drauf, aber der hat sich von ganz alleine abgefahren.

Abends wurde es dann schon schwieriger einen Tisch in einem Lokal für sechs Personen zu finden, denn ganz Trondheim war belagert von Radfahrern. Es starteten 2322 Radfahrer auf der langen Strecke. Wir hatten aber dann doch in der gleichen Pizzeria wie am Vortag Glück und genossen noch mal die Pizza sowie alkoholfreies Bier. Es wurde noch viel Radlerlatein erzählt, besonders von den „alten Hasen“ wohl um den „Neulingen“ ein wenig Angst zu machen. Wenn ich mir dann so angehört habe was manch einer in der Vorbereitung alles gefahren war z.B. zwei mal 400 Km und noch mal 600 Km. Ich mit meinen maximal 240 Kilometern bin das ganze wohl recht unbedarft angegangen.

Zurück im Hotel wurde es dann spannend. Die Reisetasche musste gepackt werden, die Sachen für den nächsten Tag bereitgelegt werden, Fahrrad mit Chip bestücken, Kiste für die beiden vorgesehenen Stopps packen und dann noch mal gut schlafen. War gar nicht so einfach, denn die anderen Radfahrer hatten teilweise Startzeiten bei denen man richtig ausschlafen konnte und deswegen nicht schon um 22.00 Uhr schlafen wollte. Grillparty im Garten und eine Gruppe von Italienern in den Zimmern neben mir … die Nacht war kurz.

Um 5.00 Uhr ging mein Wecker, der erste Blick aus dem Fenster: Es war trocken – Prima! Frühstücken, Tasche und Kiste abgeben und ab zum Start.

Die Tasche wurde vom Veranstalter nach Oslo transportiert und dort in einer großen Halle zu Abholung bereitgehalten. Die Kiste stand bei Km 162 und 345 zur Verfügung. Um an die Kiste zu kommen, musste man aber in einem bestimmten Zeitfenster an den Haltepunkten sein. Der Stopp bei Km 162 war von 12.00 bis 13.30 Uhr geplant und der bei Km 345 von 17.00 bis max. 22.00 Uhr.

Um 6.45 Uhr waren so ca. 18 Radfahrer in unserer "Startbox". Es war immer noch trocken. Es  war ja leider noch viel Zeit um sich Gedanken zu machen.  "Was tust Du eigentlich hier usw. " Na ja die Zeit bis 7.00 Uhr verging auch irgendwie und plötzlich wurden wir losgeschickt. Es ging schön vorsichtig durch den ersten Kreisel (mit Kopfsteinpflaster) und dann aus Trondheim heraus.

Jetzt war etwas passiert was ich Anfang des Jahres nicht für möglich gehalten hätte. Ich war auf dem Weg von Trondheim nach Oslo.

Das erste Schild, wenn man aus Trondheim herauskommt, zeigt die Entfernung 538 Km bis Oslo an, aber da habe ich mir keinerlei Gedanken drüber gemacht - ich hab’s einfach zur Kenntnis genommen.

Es wurde auch direkt recht zügig gefahren, der Tacho zeigte meistens Geschwindigkeiten zwischen 35 und 40 Km/h und nach dem ersten Hügel der bei Km 10 kommt waren wir nur noch 16. Im Großen und Ganzen wurde recht gut gefahren, wenn man bedenkt, dass wir noch nie zusammen gefahren waren.

Nach 20 Minuten setzte dann aber auch der Regen ein, mal etwas stärker, dann wieder Nieselregen, aber es war nicht genug um die Regenjacke anzuziehen, obwohl mir nach einiger Zeit das Wasser überall hinauslief.
Bei Km 70 hatten wir einen kurzen Stopp um neue Trinkflaschen aufzunehmen.

Da es auch nur 6 Grad warm war, war es auch nicht einfach Riegel zu öffnen. Als ich es dann geschafft hatte, war der Inhalt so hart, dass ich kaum etwas davon abbekommen habe.

Der Regen blieb bis ungefähr Km 100. Aber wir fuhren ja Richtung Süden und das Wetter konnte nur besser werden. Die Moral war trotzdem recht gut und es wurden Späße gemacht.

Nach ca.100 Kilometern kam dann leider auch ein schnelleres Team von hinten, es ging leicht bergauf und mein Vordermann hatte abreißen lassen. Besser er als ich, aber es war ganz gut so denn das Tempo war doch recht hoch und jetzt ging es auch etwas in die Berge und dann noch schneller, nee ich wollte ja noch weiter als nur bis zum ersten Stopp fahren. Wir sind dann erst mal zu fünft weitergefahren, Ralf, Heinrich, Wilhelm, Wolf und ich.

Es waren jetzt noch 60 Kilometer bis zum ersten Stopp. Das Gelände wurde jetzt auch hügeliger, es ging immerhin auf knapp 1100 Meter hoch, zwischendurch natürlich auch immer wieder runter. Die Schneefelder kamen immer näher und es war schon toll die ganzen Wasserfälle zu sehen. Häufig waren auch kleine Holzhäuser zu sehen, oft mit Grasdächern. Wenn man in einer kleineren Gruppe unterwegs ist, hat man etwas mehr Zeit sich die Landschaft anzuschauen.

Unterwegs haben wir dann noch Michael eingesammelt, dem die anderen auch zu schnell waren. Gegen 12.30 Uhr kamen wir auf dem Dovre Hochplateau (am ersten geplanten Stopp) an und haben eine kurze Pause gemacht. Zwischenzeitlich wurden an den Rädern die Ketten eingesprüht, was nach dem Regen auch nicht verkehrt war.
Nachdem dann Kleidung übergezogen, Trinkflaschen getauscht und Riegelvorrat aufgefrischt worden waren, ging es weiter. Leider nur zu viert, weil Ralf noch auf Wolf gewartet hatte, haben die beiden den Anschluss verpasst. Es kam nämlich ein Team und wir wollten uns dranhängen. Einige Kilometer ging das auch, aber als die wieder komplett waren (vier Team Mitglieder hatten am Berg wohl Probleme gehabt und wurden im Windschatten von Pkws wieder ans Team herangefahren) zogen sie doch sehr schnell von dannen.

Also zu viert weiter, über die Hochebene, dann die Abfahrt nach Dombas und weiter nach Lillehammer. Wir wechselten uns in der Führung ab, jeder so gut er konnte. Heinrich war der einzige, der schon mal gefahren und angekommen war und er wollte seine Zeit verbessern, so war er es auch, der die meiste Führungsarbeit leistete. Die Hoffnung auf ein Team, bei dem man mitfahren konnte, erfüllte sich leider nicht, es kam nichts von hinten. Ganz so langsam waren wir scheinbar nicht.

Die Strecke führte die ganze Zeit an einem Fluss vorbei und war eben, wir hatten geduldige Autofahrer (sogar Busse und LKWs). Auf den Campingplätzen hatten die dortigen Urlauber ihre Stühle zur Straße hin ausgerichtet, so dass sie die Radfahrer mit ihren Heija, Heija-Rufen anfeuern konnten. War schon ein tolles Gefühl.

Bei Kilometer 270 haben wir dann mal eine offizielle Verpflegungsstation angefahren, weil unsere Trinkflaschen  leer waren. Wir hatten die Räder noch nicht abgestellt, da sahen wir ein Team vorbeirauschen. Heinrich hat dann mal kräftig geflucht, weil er mit drei Neulingen sein Ziel (17 Std.) nicht erreichen konnte.

Bei dieser Verpflegungsstation gab es reichlich zu essen und trinken wenn man wollte, sogar Kaffee. Diese offiziellen Stationen sind ca. alle 50 Kilometer und werden vorher angekündigt. Man braucht also nicht unbedingt ein Begleitfahrzeug, aber man benötigt mehr Zeit, wenn man sich nur über die "Matstationen" verpflegt. Nachdem wir die Trinkflaschen gefüllt, Brot gegessen und Kaffee getrunken hatten, sind wir dann weiter gefahren und wurden nach einiger Zeit von einer größeren Gruppe eingeholt. Aber als die bei uns waren, stellten die das Fahren ein und wir entschieden uns dafür wieder vorneweg zu fahren. Das kostete natürlich unnötig Körner, aber dafür konnten wir zügig voran fahren. Sie haben uns auch nicht mehr eingeholt.

An unserem zweiten Stopp bei Km 345 kurz vor Lillehammer hatten wir gerade unsere Kisten ausgepackt, als die Gruppe an uns vorbeifuhr. Als Heinrich die Gruppe kommen sah, sprang er auf  "Wir müssen weiter". Mein Kommentar: "Fahr Du!" Er schnappte sich sein Rad und weg war er. Seine Frau, die die ganze Zeit im Wohnmobil auf der Strecke war, hat seine Sachen zusammengesucht und verstaut. (Ist natürlich Luxus, ein eigenes Begleitfahrzeug.)

Hier wurde mir zum ersten Mal klar, dass ich die Strecke schaffen würde wenn nichts unvorhergesehenes (techn. defekt, Sturz) mehr passieren würde. Waren ja nur noch 200 Kilometer und Marathon fahren kann ich ja.
Ich musste die Brille wechseln, denn es wurde ja doch etwas dunkler. Die Lampe hatte ich auch noch in der Kiste. Die 2 letzten vollen Trinkflaschen ans Rad und noch eine Mettwurst in die Trikottasche, Riegel hatte ich noch genug. Dann fuhr auch der Rest von uns wieder weiter.

Jetzt wurde die Strecke auch wieder etwas welliger und meine beiden Begleiter, einer aus Essen der andere aus dem Münsterland hatten doch leichte Probleme. Eigentlich wollten wir die Tour gemeinsam zu Ende fahren. Da ich aber ab Km 380 fast nur noch vorne gefahren bin und bei Km 410 wieder dieses Unwort "Pause" von hinten gehört habe, bin ich alleine weiter gefahren. Es waren ja "nur" noch 130 Kilometer.

Bei Km 390 stand ein großes Schild am Straßenrand "Heija, Heija Willi" Ich weiß ja nicht wie Andrea das organisiert hat??? Hat mich aber motiviert.
Es kam dann ein Team, bei dem ich ein Stück mitfahren konnte. Bei denen störten die vielen Begleitfahrzeuge, die immer wieder am Team vorbeifuhren um dann wieder anzuhalten und Trinkflaschen und Verpflegung zu reichen. Ich hab mich dann hinten raus fallen lassen um "mein Ding" (der Refrain von dem Lindenberg-Song ging mir seit einiger Zeit nicht mehr aus dem Kopf) in Ruhe allein zu Enden zu fahren.

Eine offizielle Verpflegung habe ich dann noch mal angefahren und dort noch mal die Trinkflaschen mit Wasser gefüllt, sechs TassenKaffee getrunken und zwei halbe Brötchen und zwei Viertel Orangen gegessen. Anschließend ging es an die letzten 80 Kilometer.
Es war nun noch etwas dunkler geworden. Die Rückleuchte hatte ich eingeschaltet, für die wenigen Autos die von hinten kamen. Auf der Strecke waren jetzt auch nur wenige andere Radfahrer, selten wurde ich überholt und manchmal war es schon ziemlich einsam.

Zwei oder drei Mal war ich auch nicht sicher ob ich überhaupt noch auf der Strecke war, aber jedes Mal, wenn ich dann wieder eine Trinkflasche oder Reste der Verpackungen von Energieriegeln oder Gels am Straßenrand gesehen habe, war mir klar, dass ich noch richtig sein musste.
Wenn ich in Ortschaften durch Kreisverkehre fahren musste, waren dort Helfer, die einem mit Fähnchen den richtigen Weg gewiesen haben. Wenn es geradeaus ging, waren Schilder aufgestellt. In den Ortschaften selber waren viele Norweger auf den Beinen, die die Radfahrer immer wieder anfeuerten.

Richtig dunkel wurde es ja nicht; meinen Frontscheinwerfer habe ich gar nicht gebraucht. Mein Tageskilometerzähler zeigte Zahlen an, die er bis dahin noch gar nicht kannte: 480, 500 Kilometer letztendlich 547 Kilometer.

Die letzten 30 Kilometer wurden dann noch mal richtig anstrengend.
Es kamen zwei Wellen mit gefühlten 500 Höhenmetern. In Wirklichkeit sicher nur je 50-80 Höhenmetern.

Aber auch dort standen wieder einige Zuschauer um die Radfahrer anzufeuern. Als es dann auf die Autobahn ging, wusste ich "Bald hast Du es geschafft". Das war auch wieder so ein Highlight: Zwei Spuren auf der Autobahn waren für so ein paar verrückte Radfahrer gesperrt, ebenso die zwei folgenden Auf- und Abfahrten.

Es zog sich dann doch noch über einige Kilometer durch ein Industriegebiet bis zum Zielbereich. Dann noch mal rechts kleinen Hügel hoch, links und noch mal rechts, den letzten Hügel hoch …

Dann das Piepsen der Zeitnahme, Blitzlichter, Lautsprecher "Welcome SV Buchholz". Sofort bekommt man eine Medaille umgehängt und den Chip vom Rad entfernt.
 

Das war’s, ich hatte es geschafft. Das Gefühl kann man nicht beschreiben, man muss es einfach mal erleben

Danach war selbstständiges Absteigen vom Rad angesagt, hat auch geklappt. Für jeden Teilnehmer gab es zwei Stücke Pizza und einen Becher Cola, das fand ich sehr dürftig. Es gab auch nicht. wie ich es hier gewohnt bin, die Möglichkeit sich etwas zu kaufen. Das ist aber auch der einzige Kritikpunkt den ich habe. Falls ich noch mal fahren sollte??? weiß ich das und packe mir was in die Reisetasche.

Die Duschen waren auch noch lauwarm, dann habe ich mich in einer großen Halle einige Zeit aufs Ohr gelegt und auch geschlafen. Morgens konnte ich das Rad wieder abgegeben. Den Sonntag bin ich noch in Oslo geblieben. (Würde ich auch nicht mehr machen.) Ich war schon ziemlich fertig und habe von Oslo nicht mehr viel gesehen.

Warum man sich sowas antut kann ich auch nicht beantworten, aber man muss nicht verrückt sein, es hilft schon wenn man gerne lange Fahrrad fährt.
Es war ein tolles Erlebnis, hat sogar Spaß gemacht, ob ich es noch mal fahre weiß ich noch nicht, falls ja mit dem Ziel "Hauptsache gesund ankommen"
Für die Statistiker noch das wichtigste 18 Stunden und 43 Minuten war meine  Zeit. Hätte mir das nicht zugetraut, hat aber auch alles gut geklappt, keine gesundheitlichen Probleme, keine Panne, gutes Wetter und der Wind kam auch aus der richtigen Richtung.

Willi Keuler
 
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