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Team RYE XP mit Axel Fehlau siegt bei TO 2012!
Geschrieben von Axel Fehlau   
Mittwoch, 27. Juni 2012
Hallo zusammen,

vielen Dank für die vielen Rückmeldungen, Glückwünsche und teilweise stundenlangem online verfolgen.

Es ist geschafft. Gewonnen!

Jedes Jahr kann es nur einen geben, der gewinnt und in diesem Jahr bin ich ein Teil der Mannschaft, die als schnellste über die Ziellinie gefahren ist.

Aber mal von vorne:

Trondheim im Sonnenschein, das Training am Freitag zum Akklimatisieren und Einrollen war herrlich. Die Wetteraussichten genauso für Samstag gemeldet. Vorfreude bei allen großartig. Wie in den Vorjahren auch, findet eine Teamsitzung statt, es wird auf viele Gefahrenquellen hingewiesen und das Motto wiederholt. „Sieg vor Rekord“. Also gilt es die Disziplin zu wahren und viele Kilometer hinter dem Vordermann im Kreisel zu verbringen. Alles was wir im Training geübt haben und schon sehr erfolgreich in der Saison umsetzen konnten.

Jeder wurde eingeteilt in farbliche Teilgruppen, die unterschiedliche Aufgaben hatten. Meine Aufgabe bestand darin, erst ab Lillehammer dauerhaft die Gruppe im Kreisel voranzutreiben. Über diese Ehre habe ich mich sehr gefreut. Natürlich bin ich auch schon die 350 km vorher vorne gefahren, habe mir aber regelmäßig 8-14 min pro Stunde Erholung gegönnt. Dies war es dann auch hinter 20 Mann zu "rollen". Wobei das bei Tempo 40 nicht jedermanns Sache ist.

Frühstück ab 4 Uhr. Klar ist es dann schon total hell in Trondheim, Gepäckabgabe um 5.30 Uhr und anschließendem Warmfahren und was da so zu gehört. Ab 6 Uhr kamen uns schon die Vorjahressieger entgegen, wir werden sie wiedersehen, nur wann das war die Frage. Aber damit wollte ich mich nicht beschäftigen, eher mit dem Wind und den Aussichten und Erwartungen an den Tag.

Startlinie 6.20 Uhr. Endlich geht es los, das Team nimmt mit mir in der Spitze die 2mal 90 Grad links Kurve, wir treten 2-3mal rein und mit Tempo 41-42 km/h geht es aus Trondheim raus. Da spüren wir schon deutlich den Gegenwind, der nicht alleine durch die Geschwindigkeit begründet ist. Dieser sollte uns den ganzen Tag begleiten bzw. entgegenblasen bis zu 12 m/s - das ist echt viel. Nichtsdestotrotz hatten wir eine Mission, nämlich den Sieg. Und dazu gehörte es auch den Zweitplatzierten des Vorjahres, Team Victoria 1, aufzufahren, die um 6.10 Uhr gestartet waren. Dies gelang uns bereits nach einer Stunde, sehr überraschend für mich, aber man weiß ja nie welche Taktik die so haben, es kam aber nichts von denen.

Der Anstieg zum Dovrefjell war durch den Fönwind schon beschwerlicher als im letzten Jahr, aber es war trocken und die Stimmung im Team super. Erst recht als die Nachricht kam, dass wir schon 3 ½ Minuten Vorsprung hatten. Das ist viel, aber lange noch nicht genug. Der Tag ist noch 8-9 Stunden lang, es kann noch viel passieren. Das Essen und trinken nicht vergessen. Natürlich heißt es „Essen auf Rädern“ - und so wird es auch serviert, eben auf Rädern. Gute Transporträder beliefern uns in regelmäßigen Abständen mit Wasser, Kakao, Kaffe und Cola, Riegel, Bananen, Gels und Salztabletten. Ein fahrendes Büffet mit Tempo 30-40 km/h fährt durch Reihen. Klar haben wir das geübt, um möglichst schnell 30 Mann zu versorgen und wieder Tempo aufzunehmen.

Das zahlt sich aus, der Vorsprung steigt, die Abfahrt von Dombas zeigte über Tempo 74 km/h  auf dem Tacho, wir fuhren eng und kompakt zusammen runter. Normalerweise ist dann Rückenwind, aber dieser Traum zerplatzte, auch wenn dunkle Wolken zu sehen waren und es mit 11-12° C. schon frisch war. Der Südwind blieb und das vor allem hartnäckig. Wir fuhren nun fast über 150 km in Begleitung von 2-3 Polizei-Motorrädern. Das ist vor allem für den restlichen Verkehr eine Hilfe und schützt uns vor gefährlichen Überholmanövern. Meine Wasserversorgung und Energiebilanz war ausgeglichen, ich fühlte mich wohl und hatte und bekam auch keinerlei Beschwerden. Weder an Händen, Nacken, Beinen oder Armen, sogar Magen und Verdauung spielten mit. Bei der Vorbereitung hatte ich nichts anderes erwartet, aber manchmal kommt es doch anders als gedacht.

So kam nach fast 360 km meine Lieblingsstrecke über die Brücke, leicht ansteigend Richtung Minnesund. Leider fing es nun auch noch an zu regnen und mein Kreislauf war ausgelaugt bei 10° C. Dicke Regentropfen sind bei dem dünnen Aero-Einteiler schon "verletztend". Das Wasser lief nicht nur auf der Strasse, sondern zusätzlich begünstigt durch die Gischt des Vordermannes, auch an meinem Körper herab. Trotz Anstrengung und kraftvollem Treten wollte mein Puls nicht wirklich steigen und den Kreislauf in Gang bringen. Dies ist nicht mein Lieblingswetter, zudem die Geschwindigkeit einen zusätzlich auskühlt.

Einziger Vorteil des Tempos: Wir sind schneller im Ziel und so hatten wir auch schon über Funk einen Vorsprung von fast 16 Minuten und wussten, dass wir die Vorjahressieger noch einholen. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, den Gegner auf der Strecke zu schlagen und nicht rechnerisch im Ziel und so fuhren wir, wie schon den ganzen Tag, konzentriert, motiviert und siegessicher an denen vorbei. Mit diesem Vorsprung war es Gewissheit. Nur noch nach Oslo fahren und wir haben gewonnen. Streckenrekord konnte es nicht werden, die Zeit war aber dennoch nicht egal. Unter 14 Stunden hatten wir im Blick.

So fuhren wir durch die Vororte von Oslo als Triumphfahrt und freuten uns mit den Zuschauern, die uns wohl auch schon online verfolgt hatten am Straßenrand. Noch drei steile Auffahrten und die 2,5 km lange Autobahnauffahrt und es ging 15 km bergab ins Ziel. Dass ich auch noch als erster über die Ziellinie rolle verdanke ich wohl meiner Kurventechnik und war dann auf einmal vorne.

An dieser Stelle bedanke ich mich gerne bei allen, die es mir ermöglichten, an einer solchen Mannschaftsleistung teilzunehmen. Insbesondere meiner Familie und natürlich allen in der Betreuung, der Crew und denjenigen, die "nur" die Daumen gedrückt haben. Wir haben es gespürt. :-)


Natürlich komme ich wieder, siehe unten.


Relevante Links:


Die Vereinsseite von RYE hat auch schon berichtet

Davon eine einfache Übersetzung dank translate.google.de:

Sk Rye gewann die Trondheim-Oslo. Dies war eine enorme Teamleistung unter sehr schwierigen Bedingungen. Es war ein Kopf Wind den ganzen Weg von Anfang bis Ende, und manchmal ein starker Windstoß, der erstklassiges belastet. Der Verein gratuliert allen, die uns das große Team-Eigner durchgeführt haben. Rye-Trial Bike zu einem hervorragenden dritten Platz in der Ferne Lillehammer-Oslo, nur 3m47s hinter dem Sieger-Team Sepura. Beim Passieren Gjovik, sie waren tatsächlich in Führung, aber es war also nicht den ganzen Weg. Weiblich Klasse an Eidsvold-Oslo wurde von Kristin Falck, herzlichen Glückwunsch gewonnen. Jahr der Stärke hat gezeigt, wie breit der Verein unter seinen Mitgliedern durch die Bereitstellung hervorragende Ergebnisse auf allen Ebenen und Distanzen hat. Der Verein gratuliert allen!


Download SRM-Aufzeichnung
offizielle Online-Ergebnisliste
detaillierte Excel-Ergebnisliste vom Styrkeproven (2000 - 2012, exklusiv hier auf stykeproven.net)
Mein Diplom
Details zu meinen Zwischenzeiten

Statistik:
  • 1 Platz in der Mannschaftswertung
  • Bestplatzierter Deutscher

Fotos:

Bilder von mir (marathon-photos.com)
Aufnahmen von unserem Fotografen, der uns den ganzen Tag begleitet hat

Ausblick:

Keine Sorge ich werde wieder fahren, allerdings in 2013 ganz alleine als allerletzter Starter und mal die Strecke im vollen Umfang alleine geniessen ...

Bis dahin

mit norwegischen Grüßen - cykkel hilsen
Axel
 
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